Corona-Information: Blutgruppe hat Einfluss auf Verlauf – Priester steckt mehrere Menschen an

0
2
Corona-News: Blutgruppe hat Einfluss auf Verlauf - Priester steckt mehrere Menschen an


Berlin. Die wichtigsten Nachrichten zur Corona-Krise:



  • Einer Studie zufolge könnte die Blutgruppe beim Verlauf einer Covid-19-Erkrankung eine große Rolle spielen
  • In Vorpommern hat ein infizierter Priester über Pfingsten mehrere Gottesdienstbesuchende angesteckt
  • Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert eine Maskenpflicht an Schulen, wenn diese wieder in den Normalbetrieb gehen
  • Nach längeren Schwierigkeiten sollen Corona-Zuschüsse für Studierende in Not bald fließen
  • Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro droht den Rückzug aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an
  • Die WHO hat ihre Haltung zum Mundschutz geändert und empfiehlt nun das Tragen von Gesichtsmasken
  • Die deutschen Grenzkontrollen zu anderen europäischen Staaten sollen nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer Mitte des Monats wegfallen
  • Das neue Corona-Konjunkturpaket mit 130 Milliarden Euro steht. Die Wirtschaftsweisen üben aber Kritik
  • Weltweit haben sich mehr als 6,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert
  • In Deutschland sind nach unseren Recherchen über 185.000 Infektionen registriert worden, mehr als 8600 Menschen sind an einer Covid-19-Erkrankung gestorben


Ohne Impfstoff keine komplette Sicherheit vor einer zweiten Infektionswelle? Bei der Innenministerkonferenz Mitte Juni in Erfurt wollen die Cooks und Chefinnen der Innenressorts der Länder und des Bundes Lehren aus der Corona-Krise ziehen und Vorbereitungen für eine mögliche zweite Welle treffen.



Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte gegenüber unserer Redaktion, er rechne mit einem Impfstoff im Laufe des Jahres 2020. Er sei davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürger geimpft werden möchte, so Seehofer. Tatsächlich würden sich einer repräsentativen Umfrage zufolge nur 67 Prozent der Bundesbürger und -bürgerinnen impfen lassen.

Die Spitzen der großen Koalition haben sich auf ein 130 Milliarden schweres Konjunkturpaket geeinigt. Wer vom Konjunkturpaket profitiert, lesen Sie hier. Nach längeren Startschwierigkeiten sollen dem Bundesbildungsministeriums zufolge auch bald die Corona-Zuschüsse für Studierende in Not fließen.

Corona-Information-Ticker: Alle Entwicklungen im Überblick

Die Reproduktionszahl in Deutschland ist wieder gesunken, die Zahl der Neuinfektionen hält sich derzeit ebenfalls auf niedrigem Niveau. Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Reproduktionszahl.

Samstag, 6. Juni: Corona-Zuschüsse für Studierende sollen bald fließen

16.00 Uhr: Einer Studie zufolge könnte die Blutgruppe beim Verlauf einer Covid-19-Erkrankung eine große Rolle spielen. Die Untersuchung von Wissenschaftlern aus Deutschland und Norwegen ergab, dass Menschen mit dem Bluttyp A Rhesus Positiv (A+) im Zuge einer Coronavirus-Infektion häufiger ein Atemversagen erleiden, während Menschen mit Blutgruppe Zero besser geschützt sind.

Für die Studie wurden Blutproben von mehr als 1610 Corona-Infizierten mit schweren Verläufen untersucht und mit dem DNA-Materials von gesunden Blutspendern verglichen.

15.23 Uhr: Nach Pfingstgottesdiensten in Vorpommern mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Priester sind weitere Infizierte ermittelt worden. Bisher wurden in dem Zusammenhang acht weitere Infektionen nachgewiesen, mehrere Testergebnisse stehen allerdings noch aus. Der katholische Priester hatte am vergangenen Wochenende Gottesdienste mit insgesamt mehr als 100 Gläubigen in Stralsund, Demmin und Grimmen gefeiert und battle am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

14.41 Uhr: Die Bundesregierung hat ein Corona-Konjunkturpaket beschlossen. Was bedeutet die Mehrwertsteuersenkung für Unternehmen? Lesen Sie:
Steuersenkung: Kassenumstellung kostet Handel Millionen

Umfrageergebnis: Corona-Pandemie polarisiert stärker als Flüchtlingskrise

14.25 Uhr: Laut einer repräsentativen Umfrage glaubt die Mehrheit der Deutschen, die Corona-Krise könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise 2015. Das Meinungsforschungsinstituts Civey hatte die Umfrage für die „Augsburger Allgemeine“ durchgeführt. Den Ergebnissen zufolge gaben knapp 60 Prozent an, die Corona-Pandemie könne zur stärksten Polarisierung in den vergangenen zehn Jahren führen.

11.13 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Maßnahmen aus dem Corona-Konjunkturpaket als eine Mischung aus klassischem Konjunkturpaket und einem auf viele Jahre ausgerichteten Zukunftspaket beschrieben. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte sie, das Zukunftspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro sei notwendig, weil sich durch den Klimawandel und die Digitalisierung die Artwork des Wirtschaftens grundlegend ändere.

10.06 Uhr: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat eine Maskenpflicht im Unterricht gefordert. Das sei „auch während des Unterrichts“ sinnvoll, wenn bei Normalbetrieb wieder alle Schüler und Schülerinnen in einer Klasse säßen, so Meidinger gegenüber der „Bild“-Zeitung. Er räumte allerdings ein, dass dies den Unterricht erschwere.

Im Falle vollständiger Schulöffnungen sei ein „völlig neues Hygienekonzept“ nötig, sagte Meidinger. „Sollte sich erweisen, dass vollständige Schulöffnungen bundesweit zu einem starken Anstieg an Infektionsausbrüchen an Schulen führen, müsste diese Öffnung umgehend gestoppt und zurückgenommen werden“, so der Lehrerverbands-Präsident.

Am Freitag hatten die Kultusminister der Länder eine schnelle Rückkehr der Schulen zum Regelbetrieb gefordert.

WHO warnt und empfiehlt Gesichtsmasken in öffentlichen Einrichtungen

9.46 Uhr: Die WHO befürwortet nun doch das Tragen von Masken in der Corona-Krise. Nachdem die Organisation zunächst den Mundschutz nur für Kranke und Pflegende von Kranken unterstützte und sich gegen den Massengebrauch aussprach, empfiehlt sie nun die Nutzung in überfüllten öffentlichen Einrichtung.

Gleichzeitig warnte der Chef der UN-Organisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, davor, die Masken mit schmutzigen Händen anzufassen: Das erhöhe das Infektionsrisiko. „Masken können auch ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln“, so Tedros.

9.34 Uhr: Nachdem Donald Trump das Ende der US-Mitgliedschaft in der WHO angekündigt hat, plant der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro offenbar ebenfalls den Rückzug des Landes. „Die USA sind schon ausgetreten. Entweder die WHO arbeitet ohne ideologische Voreingenommenheit oder wir sind auch draußen“, sagte Bolsonaro am Freitagabend (Ortszeit) dem Sender CNN.

Einem Bericht der Zeitung „Folha de S. Paulo“ zufolge soll Brasilien allerdings bereits 2019 aufgehört haben, seine Beiträge an die WHO zu zahlen. Demnach stünden Zahlungen in Höhe von 33 Millionen US-Greenback aus. Brasilien hat weltweit die dritthöchste Zahl an Covid-19-Toten.

Corona-Zuschüsse für Studierende sollen bald fließen

9.28 Uhr: Noch in diesem Monat sollen Studierende in finanzieller Notlage Corona-Zuschüsse des Bundes beantragen können. Dabei soll es sich um Unterstützungen von bis zu 500 Euro monatlich handeln. Nach längeren Startschwierigkeiten habe das Deutsche Studierendenwerk rückwirkend zum 15. Mai die Bewilligung zur Auszahlung erhalten, so der Parlamentarische Staatssekretär des Bildungsministeriums, Michael Meister.

Die Hilfen können demnach zunächst für Juni, Juli und August beantragt werden und müssen nicht zurückgezahlt werden. Studierendenvertretende hatten scharfe Kritik an dem späten Begin der Zahlungen ausgedrückt. Meister räumte Probleme ein: „Ein neues Antragssystem und seine technischen Voraussetzungen aufzubauen, ist naturgemäß nicht ohne Tücken.“ Ein genaues Datum für die Auszahlungen gibt es noch nicht.

9.23 Uhr: Bei der Innenministerkonferenz Mitte Juni sollen Vorbereitungen für eine mögliche zweite Infektionswelle getroffen werden. Das kündigte der Chef der Konferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD) an. „Man muss ja damit rechnen, dass es im Herbst ein Wiederaufflammen gibt, weil man sich dann beispielsweise wieder öfter in geschlossenen Räumen aufhält“, so Maier.

Man müsse daher etwa die Reserven von wichtigen Versorgungsartikeln überprüfen, etwa Schutzkleidung, Medikamenten oder medizinischer Produkte. Die Innenminister der Länder und des Bundes konferieren vom 17. bis zum 19. Juni in Erfurt. Neben einer möglichen zweiten Corona-Welle werden sie sich unter anderem auch über Fragen der Inneren Sicherheit, Migrationsthemen oder den Kampf gegen Rechtsextremismus zu beraten.

Freitag, 5. Juni: Brasilien hat weltweit dritthöchste Zahl von Corona-Toten


22.00 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erwartet von der Wirtschaft, dass sie die vereinbarte Senkung der Mehrwertsteuer an die Kunden weitergibt. Er „vertraue darauf, dass sich alle wie der Verband der Automobilhersteller dazu verpflichten“, sagte Seehofer unserer Redaktion. Das Wirtschaftsförderprogramm zeige „dass die Koalition, die viele schon abgeschrieben hatten, erst bei der Bewältigung der Corona-Krise auf dem Zenit ihres Schaffens ist“, so Seehofer.

Über das Umfragehoch der Unionsparteien sagte er, die Zahlen zeigten, „dass das Potenzial der Union um die 40 Prozent liegt.“ Die Werte seien das Produkt eines guten Krisenmanagements. Er würde sie nicht überhöhen, sie könnten sich ändern, „wenn die Krise wieder in den Hintergrund rückt“.

Coronavirus in Großbritannien: Mehr als 40.000 Tote

18.59 Uhr: Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien am Freitag auf mehr als 40.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Das Vereinigte Königreich ist nach offiziellen Zahlen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas.

Zählt man die Todesfälle hinzu, bei denen eine Covid-19-Erkrankung erst nach dem Tod diagnostiziert wurde, liegt die Zahl der Statistikbehörde ONS (Workplace for Nationwide Statistics) zufolge sogar bei mehr als 48.000.

16.38 Uhr: Schleswig-Holstein hat seine Corona-Auflagen weiter gelockert. Von Montag an dürfen touristische Anbieter wieder Busreisen, additionally etwa Ausflugsfahrten, anbieten. Dies gilt bei einer Belegung von maximal 50 Prozent der Sitzplätze, beschloss die Landesregierung am Freitag.

16.04 Uhr: Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann hatte sehr viele Kontakte zu Menschen, etwa bei Gottesdiensten in Demmin, Stralsund und Grimmen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte.

15.55 Uhr: Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied das OVG am Freitag in einem Eilverfahren. Es könne aber Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt sei.

15.18 Uhr: Hoffnungsschimmer für die US-Wirtschaft: Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai trotz der Coronavirus-Pandemie leicht auf 13,Three Prozent gesunken. Im April hatte die Quote noch bei 14,7 Prozent gelegen, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 2,5 Millionen angestiegen, hieß es.

„Die Zahlen sind unglaublich“, schrieb Präsident Donald Trump auf Twitter. Die Zahlen seien „erstaunlich“ und sprengten jede Vorstellungskraft, schrieb er weiter. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit kam überraschend: Die meisten Analysten hatten mit einem Anstieg auf etwa 20 Prozent gerechnet.

Schlachthof-Mitarbeiter in Wittlich positiv auf Coronavirus getestet

15.03 Uhr: Ein Mitarbeiter eines Schlachthofs in Wittlich bei Trier ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Der Mann sei zuvor zwei Wochen in Heimaturlaub in Rumänien gewesen und am Pfingstwochenende gemeinsam mit drei weiteren Mitarbeitern nach Wittlich zurückgekehrt, teilte die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich am Freitag mit. Die vier Mitarbeiter hätten seitdem in einer „Quarantäne-Wohnung“ in Wittlich gewohnt. Bei den anderen drei Mitarbeitern seien die Checks negativ ausgefallen – sie müssten sich aber am Montag erneut testen lassen, hieß es.

14.16 Uhr: Die EU-Staaten wollen alle Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise bis Ende Juni aufheben. Wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Freitag nach einer Video-Konferenz mit seinen EU-Kollegen sagte, werde dann die „volle Freizügigkeit“ im Schengenraum wieder hergestellt sein. Das weitgehende Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten dürfte demnach um 14 Tage bis zum 1. Juli verlängert werden. Hierzu werde die EU-Kommission kommende Woche einen Vorschlag machen.

Danach werde es dann „eine differenzierte Lösung“ je nach Epidemie-Lage in den Ländern außerhalb Europas geben, sagte Seehofer. Er nannte dabei als Beispiele Brasilien, USA und Russland, wo noch viele Corona-Fälle verzeichnet werden.

Für die Kontrollen innerhalb Europas will Seehofer am Mittwoch im Kabinett einen Vorschlag unterbreiten. Ihm zufolge will Deutschland anstreben, alle Kontrollen zu EU-Ländern bis zum 15. Juni aufzuheben. Dies aircraft auch die Mehrheit seiner EU-Kollegen, sagte der Minister. Ein kleinerer Teil der EU-Staaten wolle die Kontrollen noch bis Ende Juni fortführen. Danach würden die Binnengrenzkontrollen aber „in ganz Europa zu Ende“ sein.

Italienischer Außenminister würdigt deutsche Hilfe für Italien


14.00 Uhr: Am Freitag hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mit seinem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio in Berlin zu Gesprächen getroffen – die erste Auslandsreise von Di Maio seit Beginn der Pandemie. Ab 15. Juni solle es keine Reisewarnung für Italien mehr geben, sagte Heiko Maas bei der anschließenden Pressekonferenz. Di Maio warb unterdessen für Italien als sicheres Urlaubsland.

Di Maio würdigte zudem die deutsche Hilfe für Italien. „Die Unterstützung Deutschlands für unser Land hat in der gesamten Zeit der Pandemie eigentlich nie gefehlt“, sagte er. „Es hat hier umfangreiche Bezeugungen der Unterstützung und der Solidarität gegeben.“ Zu Beginn der Corona-Krise im Februar und März hatte es aus Italien scharfe Kritik an Deutschland gegeben. Vor allem ein deutscher Exportstopp für Atemschutzmasken, Schutzanzüge und -brillen sorgte für Unmut.

13.14 Uhr: Nach massiver Kritik an einer Studie zur Wirksamkeit des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin bei Coronavirus-Infektionen haben drei der vier Autoren ihren Rückzug aus der Studie erklärt. Als einziger Studienautor blieb am Donnerstag der Gefäßchirurg Sapan Desai, dessen weitgehend unbekannte Firma Surgisphere die Patientendaten für die Studie geliefert hatte.

12.54 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat die von der Regierungskoalition beschlossene vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer kritisiert. „Für eine in der Breite wirksame Reform der Einkommensteuer inklusive Abschaffung des Solidaritätszuschlags wäre das viele Geld besser investiert“, sagte Lindner unserer Redaktion. Eine Senkung der Mehrwertsteuer sei mit bürokratischem Aufwand und mit einer „unklaren Weitergabe an die Konsumenten“ verbunden.

Lindner betonte: „Statt einer nur befristeten Einmalmaßnahme hätten wir zu einer dauerhaften Stärkung der privaten Haushalte geraten. Denn mit dem vielen Geld wird keine Zukunftsfähigkeit erreicht.“

Tuifly halbiert Flotte wegen Corona

12.07 Uhr: Der mit einem staatlichen Milliardenkredit gestützte Reisekonzern Tui will seinen deutschen Ferienflieger Tuifly wegen des hohen Spardrucks in der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Das Administration habe den Mitarbeitern entsprechende Pläne vorgestellt, sagte ein Tuifly-Sprecher am Freitag. Ziel sei es, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen. Wie viele Jobs wegfallen müssen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern. Mehr dazu hier:
TUIfly halbiert Flotte wegen Corona: Hunderte Jobs in Gefahr

11.49 Uhr: Die Deutschen machen sich am wenigsten Sorgen um Gesundheit und persönliches Einkommen. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar in einer repräsentativen Befragung ermittelt, die unserer Redaktion vorliegt. Wenn es hingegen um die Impfung gegen das Coronavirus geht, sind die Bundesbürger vergleichsweise vorsichtig. Lediglich 67 Prozent würden sich impfen lassen. Lesen Sie hier:
Deutsche skeptisch bei Impfstoff gegen Coronavirus

10.49 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat Spekulationen über eine mögliche fünfte Amtszeit erneut eine klare Absage erteilt. Auf die Frage, ob sie darüber nachdenke, angesichts der noch nicht bewältigten Corona-Krise für eine nächste Kanzlerkandidatur zur Verfügung zu stehen, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag am Ende der ZDF-Sendung “Was nun, Frau Merkel”: “Nein. Nein. Wirklich nicht.” Ihr Nein zu dieser Frage stehe “aber ganz fest”, sagt sie sehr vehement – und lacht.

10.26 Uhr: Er ist der teuerste Fußballer weltweit – dennoch haben die brasilianischen Behörden Star-Stürmer Neymar zunächst umgerechnet 105 Euro als Corona-Hilfe zugestanden. Der vorläufige Bescheid über die Unterstützungszahlung, die eigentlich Geringverdienern durch die Corona-Krise helfen soll, ging laut einem Medienbericht auf einen Diebstahl der Daten des Nationalspielers zurück. Neymars Title, Geburtsdatum und seine Ausweisnummer seien genutzt worden, um die Corona-Hilfe der brasilianischen Regierung zu beantragen, berichtete das On-line-Portal „UOL“ am Donnerstag.

Brasilien: Dritthöchste Zahl an Todesopfern nach Corona-Infektionen

4.20 Uhr: Brasilien ist inzwischen das Land mit der weltweit dritthöchsten Zahl von verzeichneten Todesopfern der Corona-Pandemie. Laut offiziellen Zahlen vom Donnerstag stieg die Zahl der Corona-Toten in dem südamerikanischen Land um weitere 1473 Fälle auf 34.021. Brasilien setzte sich damit vor Italien, wo die Zahl bei etwa 33.600 lag.

Die Länder mit der weltweit höchsten Zahl registrierter Todesopfer der Coronavirus-Infektion sind die USA und Großbritannien. In den Vereinigten Staaten gab es bis Donnerstag rund 108.000 registrierte Todesfälle, in Großbritannien etwa 39.900.

3.08 Uhr: Die argentinische Regierung hat die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus im Großraum Buenos Aires um weitere drei Wochen verlängert. In dem Ballungszentrum rund um die Hauptstadt müssen die Menschen bis zum 28. Juni grundsätzlich weiterhin zu Hause bleiben, wie Präsident Alberto Fernández sagte.

Erlaubt sind lediglich Einkäufe in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Angestellte in als essenziell eingestuften Berufen und Branchen dürfen zur Arbeit gehen. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,eight Millionen Menschen – das entspricht 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.

Wirtschaftsweisen korrigieren Konjunkturprognose für Deutschland

1.31 Uhr: Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, sieht das Konjunkturpaket skeptisch. Vor allem vom Kinderbonus hält der Volkswirt nichts. Zudem wollen die Wirtschaftsweisen ihre im März aufgestellte Konjunkturprognose für Deutschland angesichts der inzwischen größeren Ausmaße der Corona-Pandemie nach unten korrigieren. Das gesamte Interview lesen Sie hier: Chef der Wirtschaftsweisen: „Der Kinderbonus bringt wenig“

1.02 Uhr: Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden gegen das Coronavirus impfen lassen. 67 Prozent seien „sicher“ oder „wahrscheinlich“ bereit, ein Impfangebot anzunehmen. Das Ergebnis der Studie lesen Sie hier:
Deutsche skeptisch bei Impfstoff gegen Coronavirus

1.01 Uhr: Das Fachjournal „The Lancet“ hat eine Studie zum Einsatz von Chloroquin und Hydroxychloroquin gegen das neue Coronavirus zurückgezogen. Drei der vier Autoren verwiesen darauf, dass sie Zweifel an der Richtigkeit der von ihnen genutzten Daten nicht ausräumen können, wie das Journal mitteilte. Die Wirksamkeit der bislang gegen Malaria eingesetzten Mittel gegen die Lungenerkrankung Covid-19 wird derzeit in zahlreichen Studien getestet.

Nach Angaben in der nun zurückgezogenen Studie sollten die beiden Wirkstoffe sich wahrscheinlich nicht zur Behandlung von Covid-19 eignen und sogar womöglich die Todesrate erhöhen und zu Herzrhythmusstörungen führen.

Die Forscher aus den USA und der Schweiz um Mandeep Mehra von der Harvard Medical Faculty hatten die Studie in „The Lancet“ vom 22. Mai veröffentlicht. Sie hatten nach Studien-Angaben Daten von intestine 96.000 Patienten ausgewertet. Wegen der negativen Ergebnisse waren mehrere Studien zu Chloroquin und Hydroxychloroquin ausgesetzt worden. Letzteres steht auch deshalb unter besonderer Beobachtung, weil US-Präsident Donald Trump es wiederholt als Wundermittel gepriesen hatte.

Vor dem Zurückziehen der Studie hatte es an der Publikation erhebliche Zweifel gegeben. „Lancet“ selbst hatte bereits einen offiziellen Warnhinweis („Expression of Concern“) veröffentlicht. Es gebe „ernsthafte wissenschaftliche Fragen“ zu den von den Forschern angegebenen Daten.

0.16 Uhr: In Südafrika ist die Zahl der registrierten Corona-Infektionen sprunghaft gestiegen – um 3267 Neuinfektionen in 24 Stunden. Das waren so viele Fälle wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilte das südafrikanische Gesundheitsministerium mit. Die Fälle konzentrierten sich auf die Area Westkap.

Insgesamt wurden nach Angaben des Ministeriums seit dem Auftreten der ersten Fälle in Südafrika 40.792 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 verzeichnet. Die Zahl der erfassten Todesfälle erhöhte sich zuletzt binnen 24 Stunden um 56 auf 848.

Corona-Information vom Donnerstag, 4. Juni: Coronavirus – Hydroxychloroquin schützt nicht vor Ansteckung

  • Bundeskanzlerin Merkel (CDU): Senkung der Mehrwertsteuer nicht über den 31. Dezember 2020 hinaus
  • Corona-Checks in Schweden sollen künftig kostenlos sein
  • Die Regierung wird mit ihrem Kinderbonus vielen Eltern helfen, aber nicht allen. Kommentar:
    Der Corona-Kinderbonus ist nicht mehr als ein Schmerzensgeld
  • Die Europäische Zentralbank steckt in der Corona-Krise weitere 600 Milliarden Euro in Anleihen
  • Hydroxychloroquin schützt laut einer aktuellen Studie Kontaktpersonen von Sars-CoV-2-Infizierten nicht vor einer Ansteckung. Diese Medikamente werden gegen Covid-19 getestet
  • Die Mehrheit der Familien hat die Zeit der Schulschließungen laut einer Umfrage positiv erlebt. Das gaben 82 Prozent der Befragten an
  • Die Balearen wollen den Zeitpunkt der Wiedereröffnung von Nachtklubs, Diskotheken und Bars so lange wie möglich hinauszuzögern, kündigte Regionalpräsidentin Francina Armengol im Interview mit unserer Redaktion an
  • Die Grenzen zwischen Österreich und Italien bleiben bis auf Weiteres geschlossen
  • Die Spitzen der großen Koalition verständigten sich nach tagelangem Ringen auf ein riesiges Konjunkturpaket für 2020 und 2021. Kommentar: Konjunkturpaket mit „Wumms“: Feuerwerk oder Strohfeuer?

Corona-Information vom Mittwoch, 3. Juni: Weltweite Reisewarnung soll aufgehoben werden


Corona-Information vom Dienstag, 2. Juni: Drosten mahnt in Podcast Einhaltung der Corona-Abstandsregeln an

  • Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, hat in der aktuellen Folge des NDR-Podcast „Coronavirus Replace“ Hoffnung auf einen halbwegs normalen Sommer gemacht – vorausgesetzt, man hält sich an bestimmte Präventionsmaßnahmen und reagiert auf das Infektionsgeschehen
  • Die Erkenntnisse über Immunität müsse man nutzen, um eine mögliche zweite Welle besser kontrollieren zu können – obwohl Drosten inzwischen zweifelt, ob es dazu überhaupt kommen wird.
  • Die Kultusminister der Länder beraten über das weitere Vorgehen an den Schulennach den Sommerferien, es sind aber keine konkreten Beschlüsse zu erwarten
  • Das Bundeskabinett wird am Mittwoch möglicherweise das Ende der Mitte März verhängten weltweiten Reisewarnung verkünden

Wir starten unseren neuen Coronavirus-Information-Ticker. Alle bisherigen Nachrichten wie etwa die Verhandlungen in der großen Koalition über ein Corona-Konjunkturpaket finden Sie in unserem alten Information-Ticker

Corona – Mehr zur Pandemie


Neueste Panorama Movies

Beschreibung anzeigen




Supply hyperlink

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.